Automatische Durchlaufanlage

Pulverbeschichtung für mittlere und grosse Serien
(max. Teilegröße 1000/1600/2800 bzw. 100/1600/3200)


Vorbehandlung:

  • 6-Zonen-Vorbehandlung für Stahl, verzinktem Stahl, Aluminium und Druckgußteilen
  • mit nanokeramischer Passivierung
    bzw. chromfreier Aluminium-Vorbehandlung

  • mit geschlossenem Wasserkreislauf mit Vakuumdestillation, Neutralisation und Umkehrosmose



Pulverbeschichtung:
  • Schnellfarbwechselkabine

  • 8 Automatik-, 2 Handpistolen

  • Farbwechsel in 8 - 10 Minuten


Aufbau unserer automatischen Durchlaufanlage im Bereich der Pulverbeschichtung

 

1.    nasschemische Reinigung/Entfettung der Metalloberfläche und Aufbringung der nanokeramischen Konversionsschicht als Haftvermittlung und Korrosionsschutz)

Vorbehandlung

Im ersten Schritt werden die Teile gereinigt, entfettet und mit einer oder mehreren Konversionsschichten zur besseren Abstimmung zwischen Untergrund und Lack versehen. Die Konversionsschicht gewährleistet einen temporären Rostschutz und erhöht gleichzeitig die Haftung des Beschichtungspulvers. Die Firma MPL GmbH Pulverbeschichtung verwendet bei der Vorbehandlung eine Nano-Keramik als Konversionsschicht. Hierbei wird, anders als beim Chromatieren, kein Chrom-IV verwendet. Ein weiterer Vorteil der Nanokeramik ist es, dass sie bei allen Metallen eingesetzt werden kann. Chromatieren ist  nur auf Aluminium möglich. Auch bei den meisten anderen Verfahren ist die Auswahl abhängig vom zu behandelnden Metall. Die Chromatierung wird aufgrund zunehmend strengerer gesetzlicher Einschränkungen stetig verringert.

2.    Trocknung der nassen Metalloberfläche im Haftwassertrockner

Haftwassertrocknung
Die jetzt nasschemisch vorbehandelten Metallteile werden in einem gasbeheizten Umlufttrockner bei 120-140° C getrocknet. Die nanokeramische Passivierungsschicht die in der Vorbehandlung entstanden ist, wird dabei nicht zerstört. Metallteile, die sehr viel Flüssigkeit aufmehmen, steht eine Absaug- und Abblasstation zur Verfügung. Nach Abdecken der Gewinde, Passungen und lackfreien Flächen ist das Metallteil jetzt optimal für die Pulverbeschichtung vorbereitet.

3.    Schnellfarbwechselkabine mit elektrostatische Pulverbeschichtungszone

Pulverbeschichtung
In der Pulverkabine wird dann das Beschichtungspulver auf die Teile aufgetragen. Dieser Vorgang elektrostatischer Aufladung des Pulverlackes. Hierbei werden je nach Anwendungsfall Epoxy-, Epoxy-Polyester oder Polyesterpulver verwendet. Das elektrisch geladene Pulver wird in einer Pulverwolke auf die Werkstückoberfläche gesprüht. Dort schlägt die Wolke nieder und haftet elektrostatisch an. Es entsteht eine gleichmäßige Pulverlackschicht (Pulverbechichtung). Für die Aufladung der Pulverlacke gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Triboelektrische Aufladung durch Berühren von Pulverpartikeln und Wandung der Lackierpistole unter der Elektronen gelöst werden. Das Verfahren kommt mit einfacherer Technik aus.
  • Ionisierungsaufladung (Korona-Applikation) durch Vorbeiführung der Pulverlackpartikel mittels Luftstrom an einer Elektrode mit einer Spannung von 30 bis 100 kV.

Bei der Korona-Applikation) liegen die Vorteile im geringeren Verschleiß der Pulverbeschichtungs-pistole, dem niedrigen Luftverbrauch und die universellen Einsatzmöglichkeiten wozu auch der Effektlack zählt. Die Schichtbildung (Pulverbeschichtung) der Werkstücke erfolgt bis zu dem Zeitpunkt an dem die Pulverteilchen durch die Schwerkraft aus dem elektrischen Feld fallen. Danach ist keine weitere Beschichtung und Pulverauftrag möglich. Bei handelsüblichen Pulverlacken liegt die Schichtdicke bei etwa 40-150 µm. Zu beachten ist aber, dass die Schichtdicke an den Kanten meist höher ist, was gut für den Korrosionsschutz ist. Jedoch hat dieser sogenannte Bildrahmeneffekt einen Nachteil bei der Passgenauigkeit der beschichteten Werkstücke.

4.    Trocknung der Pulverlackoberfläche im Pulvertrockner

Trockner
Im indirekt gasbeheizten Umlufttrockner werden die Werkstücke auf eine Objekttemperatur zwischen 160 und 200° erwärmt. Die Aufheizung erfolgt durch Konvektion, das bedeutet durch Energieübertragung in einen Warmluftstrom, der am Werkstück abkühlt und diesem so die Wärme überträgt. Der Pulverlackfilm verschmilzt zu einem einheitlichen Film.